Was 1870 als Farbenfabrik in Fechenheim begann, ist heute einer der bedeutendsten Industriestandorte Frankfurts. CCF steht für den Neuanfang mit Substanz.
1904 bilden Cassella und die Farbwerke Hoechst eine Interessengemeinschaft (I.G.) und bündeln die Kräfte der deutschen Farbenindustrie.
1925 geht das Werk in Fechenheim in die I.G. Farbenindustrie AG ein und firmiert ab 1937 als I.G. Farbenindustrie AG Werk Mainkur.
Unter dem NS-Regime werden jüdische Eigentümer und Mitarbeitende entrechtet, verfolgt und ermordet; am Standort wird Zwangsarbeit geleistet. Die Stolpersteine im Werksgelände halten die Erinnerung wach.
1945/46 Neustart nach dem Krieg. Ab 1948 tritt das Cassella-Markenlogo mit dem Erlenmeyerkolben im Kreis wieder auf; die Produktion läuft unter schwierigen Bedingungen an.
Am 6. Mai 1952 wird die eigenständige Cassella Farbwerke Mainkur AG gegründet. Der Name Cassella kehrt an den Standort zurück.
1970 übernimmt die Hoechst AG 75,59 % der Cassella-Aktien; aus diesen Aktivitäten geht später die Clariant AG hervor.
2001 verkauft Clariant das Cassella-Werk an die AllessaChemie GmbH. Aus dem Einzelwerk entwickelt sich schrittweise ein gemeinsam genutzter Standort.
Ab 2012 firmiert das Unternehmen als Allessa GmbH und gehört zur WeylChem-Gruppe der International Chemical Investors Group (ICIG).
2023 entsteht als Ausgründung aus der Allessa die CCF Cassella Chemiepark Frankfurt GmbH – Teil der ICIG. Mit rund 150 Mitarbeitenden und ca. 50 Mio. € Umsatz betreibt und entwickelt sie das Areal als Standortgesellschaft.
Cassella ist der historische Name des Chemiewerks. Über die Jahre firmierte der Standort unter Clariant, Allessa Chemie und Allessa. Vor drei Jahren wurden die Standortaktivitäten ausgegliedert und werden seitdem unter dem Namen CCF Cassella Chemiepark Frankfurt geführt. Die Allessa produziert weiterhin am Standort und ist einer unserer Kunden.
Standort, Areal und Chronik, seit 1870 in Fechenheim.
Standortbetreiber und Dienstleister, gegründet 2023.
Der Cassella Chemiepark Frankfurt ist der einzige Industriepark Deutschlands mit Stolpersteinen im Werksgelände. Sie sind eine bewusste Auseinandersetzung mit der jüdischen Vergangenheit des Standorts in der Zeit des Nationalsozialismus. Das ist für uns keine Marketing-Kategorie, sondern eine Haltung. Wer 150 Jahre Industriegeschichte trägt, trägt auch deren dunkle Kapitel und hält die Erinnerung wach.
Quellen & Partner: Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte Frankfurt sowie historische Fachberatung. Die Aufarbeitung erfolgt in Abstimmung mit den genannten Stellen.
CCF ist eingebettet in die International Chemical Investors Group (ICIG) — eine der führenden Investorengruppen für Spezialchemie in Europa. Unternehmerische Selbstständigkeit mit dem Rückhalt einer erfahrenen Gruppe.
Multimodal angebunden — Straße, Schiene, Wasser. Eigener Hafen am Main.
150 Jahre Industriegeschichte tragen wir weiter. Als Standortgesellschaft betreiben und entwickeln wir das Areal für die Unternehmen, die heute hier arbeiten.